Schneider Electric profitiert vom Wachstum der Rechenzentren
Schneider Electric setzt sich im Bereich der industriellen Automatisierung und des Energiemanagements weiterhin deutlich ab, wobei Rechenzentren zum wichtigsten Wachstumstreiber des Unternehmens werden. Der nordamerikanische Markt führte diese Dynamik an und spiegelte die starke Nachfrage nach Lösungen für elektrische Systeme, Kühlung und Infrastruktur in Hochleistungsrechenzentren wider. Aus meiner Sicht als Ingenieur für industrielle Automatisierung entspricht Schneiders integrierter Ansatz – der elektrische Verteilung, Kühlung und Lifecycle-Support kombiniert – genau den Anforderungen moderner Rechenzentren, die den rasant steigenden Rechenbedarf effizient bewältigen müssen.
Robuste Finanzleistung in allen Geschäftsbereichen
Im Jahr 2025 meldete Schneider Electric ein organisches Umsatzwachstum von 8,9 % über alle Segmente hinweg, wobei der Geschäftsbereich Energiemanagement mit einem Wachstum von 10 % führend war. Die industrielle Automatisierung bleibt zwar ein Eckpfeiler, doch die breitere Ausrichtung des Unternehmens auf den „Superzyklus“ der Elektrifizierung – einschließlich Gebäuden und Fertigung – sorgt für diversifiziertes und widerstandsfähiges Wachstum. Besonders hervorzuheben ist, dass der Geschäftsbereich Energiemanagement softwaredefinierte Lösungen in physische Systeme integrieren kann. Dies ist ein entscheidender Differenzierungsfaktor, der betriebliche Intelligenz mit Nachhaltigkeitszielen verbindet.
Innovationen für Rechenzentrumsarchitekturen vorantreiben
Rechenzentren machten 2025 30 % von Schneiders Auftragseingängen aus, und das Unternehmen erwartet, dass der Bereich „Rechenzentren und Netzwerke“ bis 2030 jährlich um mehr als 10 % wächst. Zu den wichtigsten Faktoren zählen der stark steigende Rechenbedarf, die Einführung von Gleichstromarchitekturen mit 800 Volt sowie der verstärkte Fokus auf energieeffiziente Stromversorgung und Kühlung. Besonders bemerkenswert finde ich Schneiders proaktive Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie seine Partnerschaften, bei denen ETAP und NVIDIA Omniverse bereits während der Planung eingesetzt werden. Mit diesen Werkzeugen können Ingenieure komplexe Stromversorgungs- und Kühlsysteme simulieren, Betriebsrisiken reduzieren und Projektlaufzeiten verkürzen.
Lifecycle-Support: von der Planung bis zum Betrieb
Schneider Electric betreut Rechenzentrumskunden über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage hinweg. Neben der Planung umfassen die Betriebslösungen elektrische Komponenten und fortschrittliche Kühltechnologien, die durch die Übernahme von Motivair erweitert wurden. Diese durchgängige Kompetenz versetzt Schneider in die Lage, auf die sich wandelnden Anforderungen hochmoderner Anlagen einzugehen. Als jemand, der intensiv im Bereich der industriellen Automatisierung tätig ist, sehe ich diesen ganzheitlichen Ansatz als unverzichtbar an, um KI-gesteuerte Rechenzentren zu ermöglichen, die eine präzise Umgebungskontrolle und hohe Betriebssicherheit erfordern.
Gebäudetechnik und Nachhaltigkeit als Wachstumssäulen
Während Rechenzentren besonders stark wachsen, entwickelt Schneider auch seinen Geschäftsbereich Gebäudetechnik weiter und prognostiziert bis 2030 ein jährliches Wachstum von 4–5 %. Die Plattform EcoStruxure Building Activate von Schneider zeigt, wie KI und Lösungen auf Basis digitaler Zwillinge den Energieverbrauch optimieren, CO₂-Emissionen reduzieren und den Komfort der Gebäudenutzer in kleinen bis mittelgroßen Gebäuden verbessern. Schneiders neues fünfjähriges Nachhaltigkeitsziel – Einsparungen von 1.500 TWh Energie bei Kunden und die Vermeidung von 1,5 Milliarden Tonnen CO₂ – unterstreicht das Engagement des Unternehmens, betriebliche Effizienz mit ökologischer Verantwortung zu verbinden.
Strategische Investitionen für künftige Expansion
Mit Blick auf die Zukunft errichtet Schneider eine neue Produktionsstätte in Tennessee für kundenspezifische Stromverteilungsanlagen und signalisiert damit anhaltende Investitionen in die lokale Infrastruktur. In Verbindung mit dem Fokus auf 800-Volt-Gleichstromlösungen für Rechenzentren bereitet sich das Unternehmen darauf vor, die sich wandelnden Anforderungen der Rechenzentren der nächsten Generation zu erfüllen. Aus meiner Sicht stärken solche strategischen Investitionen Schneiders Fähigkeit, hochintegrierte und skalierbare Automatisierungs- und Energielösungen bereitzustellen, die sowohl Leistungs- als auch Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht werden.

