KI und Automatisierung stehen im Mittelpunkt der EMO Hannover 2025
Die EMO Hannover 2025 legt den Schwerpunkt auf das Zusammenspiel von Automatisierung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI). Während KI große Aufmerksamkeit erhält, betont der EMO-Generalkommissar Carl Martin Welcker, dass praktische Automatisierungslösungen für die meisten Besucher weiterhin höchste Priorität haben. Von einfachen Plattenwechslern bis hin zu vollständig autonomen Produktionslinien liefern die Aussteller Lösungen, die Effizienz und Produktqualität unmittelbar steigern.
Praktische KI-Anwendungen für die Industrie
Prof. Christian Brecher vom WZL der RWTH Aachen hebt das transformative Potenzial von KI in der Produktion hervor. Während generative KI und Chatbots wie ChatGPT die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen, konzentrieren sich industrielle Anwendungen auf Agentensysteme, die autonome Entscheidungen treffen, die Produktion optimieren und Aufgaben ausführen können. Brecher betont, dass die Grundlagenforschung im Bereich der KI den Weg für künftige industrielle Durchbrüche bereitet.
Aufbau der deutschen KI-Infrastruktur
Die deutsche Hightech-Agenda und Investitionen in KI-Gigafabriken, etwa in Jülich, beschleunigen die Einführung von KI und Robotik in der Fertigung. Brecher fordert Industrieunternehmen dazu auf, kalkulierte Risiken einzugehen, ihre KI-Kompetenz auszubauen und sich aktiv an datengetriebenen Ökosystemen zu beteiligen. Zudem betont er das Monetarisierungspotenzial von Produktionsdaten und ruft Unternehmen dazu auf, offene Datennetzwerke und KI-gestützte Innovationen zu nutzen.
AI Hub@EMO 2025: Lernen in der Praxis
Der in Halle 6, Stand A22, gelegene AI Hub dient Besuchern als zentrale Plattform, um KI in der Fertigung zu erkunden. Interaktive Demonstratoren, reale Anwendungsbeispiele und der KI-gestützte Chatbot Emil helfen Fachbesuchern, Entwicklern und Entscheidungsträgern, praktische Einblicke in die Integration von KI zu gewinnen. Der Hub vermittelt ein praxisnahes Verständnis der Möglichkeiten von KI – von der Prozessoptimierung bis zur autonomen Produktionsunterstützung.
Emil: KI-Chatbot für intelligente Orientierung
Der von einem Large Language Model (LLM) unterstützte Chatbot Emil hilft Besuchern, sich im AI Hub zurechtzufinden und für die Metallbearbeitung relevante KI-Lösungen zu finden. Emil beantwortet Fragen zu Ausstellern, zeigt Stände auf dem Hallenplan und bietet Orientierung auf Deutsch und Englisch. Diese KI-Interaktion zeigt, wie intelligente Assistenten den Informationszugang auf industriellen Fachmessen vereinfachen können.
Unterstützung von KMU bei der Einführung von KI
Das Forschungsnetzwerk ProKI, ein Zusammenschluss von acht deutschen Universitäten, unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Einführung von KI-Technologien. Demonstratoren auf der EMO zeigen, wie sich KI-Lösungen auf kleinere Betriebe übertragen lassen, und schließen die Lücke zwischen Forschungsdurchbrüchen und praktischen Vorteilen für die reale Produktion.

